Unter Windows 8 wird es ein Speicherkonzept geben, welches bereits schonmal unter dem Namen "Drive Extender" im Windows Home Server zu finden war. Nun soll das neue Feature allerdings den Namen "Storage Spaces" tragen. Mit dieser Neuerung sollen sich mehrere physische Datenträger in einem Pool organisieren lassen. Dieser Pool stellt dann "Spaces" zur Verfügung. Dabei handelt es sich um einen großen Speicherbereich, über den sich ein Dateisystem erstreckt. Das ermöglicht es beispielsweise, große Datenmengen an einem Platz abzulegen, statt sie auf mehrere Laufwerke zu verteilen.

Soll soll es beispielsweise möglich sein, zwei 2-Terrabyte große Festplatten zu einer einzelnen 4-Terrabyte großen Festplatte im System erscheinen zu lassen. Unter Windows 8 bietet Microsoft somit ein Feature an, welches schon aus den Dateisystemen ZFS von Solaris bzw. btrfs unter Linux bekannt ist.

Auch soll es möglich sein, Datenträger, die unterschiedlich groß sind oder auch verschiedene Interfaces nutzen, zu einem "Space" zusammenzufassen. Dies ist unter dem bislang bekannten RAID nicht möglich. Es können jederzeit weitere Festplatten hinzufgefügt werden, um den Speicher weiter auszubauen. Die Microsoft-Entwickler implementierten allerdings auch verschiedene Optionen in Storage Spaces, mit denen die Ausfallsicherheit verbessert werden soll. So können sich im Pool beispielsweise auch Festplatten befinden, die erst einmal nicht zur Gesamtkapazität eines Space beitragen, sondern sich im Standby-Modus befinden und erst dann einspringen, wenn ein anderes Laufwerk ausfällt.

0247.12-Adding-drives_thumb_75739715.png 3872.11-Selecting-resiliency-and-other-options_thumb_4B7398ED.jpg 6014.13-Adding-drives_thumb_103FBD22.jpg 6518.10-Adding-drives-to-a-pool_thumb_0C821852.png 7288.15-Creating-a-parity-space_thumb_4DECA4DE.png
Bildquelle: Microsoft
Quelle